Get Adobe Flash player
German Dutch English French Spanish

Bullygeschichten

Lustige, traurige oder skuriele, Geschichten rund um den Bully sind hier willkommen.

Polli

Der qualvolle Tod unserer Poll.


Auf der Suche nach einer Englischen Bulldogge haben wir im Internet nach Züchtern gesucht und auf Internetseiten wie www.Deine-Tierwelt.de und www.DHD24.com geschaut. Das Angebot an Welpen war sehr gering und die Preise dafür um so höher.

Am 05.09.2008 kamen wir bei www.Deine-Tierwelt.de auf die Anzeige eines angeblichen Hobbyzüchters. Es war die erste Anzeige, bei der eine Telefonnummer und eine Adresse angegeben war. Wir riefen gleich an  und erkundigten uns nach Welpen. Es wurde erklärt, dass noch 2 Welpen zu haben seien, ein Rüde und eine Hündin. Das Impfbuch sei vorhanden; gechipt seien sie auch, wurde uns versichert.

Da es weitere Interessenten gäbe, riet uns der „Züchter“, einen Termin für den kommenden Tag zu machen. Voller Vorfreude und Aufregung fuhren wir die 350 km. Wir hatten uns für ca. 13.00 Uhr angemeldet, kamen aber wegen dem Verkehr eine halbe Stunde später an.

Gleich stürmte uns ein Mann entgegen. Er wirkte äußerst ungepflegt und schrie uns an, wer wir sind und ob wir die seien, die die Welpen anschauen wollten. Wir waren schrecklich entsetzt und fassungslos. Schließlich wären wir nicht die Einzigsten, es wären noch weitere Interessenten aus Hamburg hierher unterwegs. Nachdem er sich beruhigt hatte, forderte er uns auf, hier zu warten, er müsse noch kurz etwas erledigen. Wir beobachteten, wie er mit einem großen, blonden Mann einen Anhänger weg schob.

Heute sind wir uns sicher, dass er mit diesem Anhänger die Hunde aus Polen oder sonst woher holt. Ca. 5 min. später führte er uns in seinen Hof. Dort standen 2 Kinderlaufställe. In einem lag unsere Polli, im anderen ein kleiner Chihuahua. Beide wirkten auffallend interesselos und apathisch. Der Mann meinte, sie hätten gerade erst gespielt und wären nur müde.

Heute wissen wir, dass er ihnen etwas gespritzt haben muss.

 

Dorle

Die Geschichte von Dorle:

Dorle hieß eigentlich ganz anders, aber egal, es war's Dorle. Dorle kam zu uns, zu einer Zeit, in der sich niemand außer den Tierheimen um ausgediente Zuchthündinnen/Notfälle kümmerte, schon gar nicht um Franzosen, denn die gab es vor 8 Jahren so wenig, dass niemand auf die Idee kommen musste, die wenigen Notfälle wurden unter den damals wenigen Züchtern und Liebhabern geregelt und so kam Dorle zu uns.

 

Ellis

Die Geschichte von Ellis:

Am 3.09.2007 kam die kleine Ellis bei uns an. Ich habe lange überlegt ob ich über unsere Geschichte berichten soll. Heute hat es mich dann gepackt, das Schreibfieber und ich möchte allen, die vielleicht noch nicht so viel über den Bullykauf wissen mit unserer Geschichte davon überzeugen einen Hund nur aus guter Zucht (und der kostet keine 500-800 Euro) zu kaufen.

Ellis stammt aus einer Massenzuchtstation in Belgien, von einem Vermehrer der nicht weniger als 60 (in Worten Sechzig) Rassen züchtet.Große Hallen mit kleinen Verschlägen und Käfigen, in denen die Hunde ein trostloses Leben fristen, einen Wurf Welpen nach dem nächsten produzieren müssen, damit die Menschen Billighunde (z.b. auf dem Tiermarkt) kaufen können.

Die Maus kannte kein spazieren, Gassi draussen machen, wollte nicht durch Türdurchgänge laufen, hatte vor allem was ähnlich wie ein Seil war (also auch Leine-Halsband) panische Angst (Zwangsdeckakt). Die ersten Tage versuchte sie im stehen zu schlafen, so war sie es wohl gewohnt. Sie wollte weder aus einem Napf, noch vom Teller essen, kannte es nur ihre Nahrung vom Boden aufzunehmen. Auch Trockenfutter hatte sie niemals gesehen.
In ihren Ohren hatte Ellis blumenkohlartige Tumore, sie waren verdreckt wie ich es noch niemals gesehen hatte, die Pfoten waren von Milbenbefall wund und aufgedunsen. An vielen Stellen fehlte ihr Fell, die Zähne völlig runter gekaut (vermutlich vom beissen der Gitterstäbe). Ihre Nase war trocken und teilweise blutig eingerissen, und ihre Vorderläufe völlig durchgetreten. Die Zitzen hingen fast bis zum Boden.

 

Arthur

Arthurs Geschichte:

Es war der 2. Weihnachtsfeiertag 2005. Ich war bei Freunden zum Essen eingeladen, als diese einen Anruf von einem Bekannten bekamen, der meinte, bei seiner Mutter im Haus wären 3 Bullywelpen zu verschenken,
alle 4 Monate alt. Da ich eh auf der Suche nach einem Hund war, ließ ich mir die Telefonnummer geben.
Am nächsten Tag rief ich den "Anbieter" an und der teilte mir in gebrochenem Deutsch mit, dass die Welpen nicht bei ihm, sondern bei seiner Oma wären, und gab mir ihre Nummer.
Ich rief sie an und sie verstand kaum ein Wort Deutsch, so dass ich eine Weile brauchte, um ihr zu erklären, was ich überhaupt wollte.
Schließlich gab sie mir ihre Adresse und wir machten für den Nachmittag einen "Besichtigungstermin" aus.
Ich telefonierte mit nem Freund, der mit mir dorthin fuhr. Es war ein düster aussehendes Hochhaus in Berlin Steglitz. Wir klingelten und eine nette alte Dame (die Oma) ließ uns hinein. Im Hinterzimmer stand eine etwa 1x1m große Kiste, die mit Zeitungen ausgelegt war. In dieser Kiste saßen 3 Welpen, 2 davon fast nackt und rosa wie die Schweinchen, und einer, der viel kleiner war als die beiden anderen, dafür aber mehr Fell.
Sie waren alle fröhlich und kamen sofort angehoppelt, und ich hätte losheulen können. Die haben gestunken wie die Pest, waren furchtbar dünn mit aufgeblähten Bäuchlein und hatten lange, weißlich verfärbte Krallen.
Auf meine Frage, wo denn die Mutter wäre, hieß es "Mutter tot". Als ich fragte, ob die Hunde denn geimpft sind, sagte die Dame "Hunde gesund, nix Doktor".
Dann fragte sie, ob wir denn die Welpen nun mitnehmen. Ich sagte, ja, den Kleinen würde ich nehmen, woraufhin sie meinte" Nehmt alle, wir wollen nicht wegschmeißen" (!!)

 
Weitere Beiträge...
Reisen Tipps